Tradition

Landshut und die Müllerei – Stadt und Gewerbe mit reicher Tradition

Landshut - altbayerische Residenzstadt, niederbayerische Metropole und gewerblicher Mittelpunkt zwischen München und Straubing - entstand an einer Gabelung der Isar, an der Flöße aus dem Oberland ihre Fracht ausluden und sich die Handelswege kreuzten. Das Gefälle der Isar bot die natürliche Voraussetzung, die Wasserkraft für gewerbliche Zwecke zu nutzen. So drehten sich schon bald im Landshuter Viertel "Zwischen den Brücken" die Mahlsteine. Mit der Stadt am Rande der Kornkammer Bayerns wuchs ein fortschrittliches Mühlenwesen heran, dessen Tradition so alt ist wie die Geschichte von Landshut. 

Der Weg zu Bayerns größter Mühle

Nach dem bayerischen Volksrecht waren Mühlen öffentliche Gebäude. Auch die Landshuter Mühlen arbeiteten ursprünglich im Gemeindebesitz. Daher beginnt der Nachweis der Stamm-Mühlen, die Vorläufer der Rosenmühle, erst im Jahre 1536. 1898 wurde durch die Übernahme der Kleinbürgermühle zusammen mit der Moos-Mühle die Vereinigten Kunstmühlen vormals Krämer-Moos-AG gegründet. Die Fusion mit der Kunstmühle Rosenheim erfolgte 1929, es entstand Bayerns größte Mühle.

Von der Isar nach Ergolding

Betriebswirtschaftliche Überlegungen machten die Integration der Rosenheimer Mühlenkapazität in das Landshuter Werk zwingend notwendig. Da ein hierzu erforderlicher Erweiterungsbau auf der Hammerinsel in Landshut aus städtebaulichen und infrastrukturellen Gründen nicht möglich war, entschloss sich das Unternehmen 1975 zur Betriebsverlegung nach Ergolding und bereits Mitte 1977 konnte die Produktion im neu erbauten Betrieb beginnen.